Nordkap 2011
27.06.11 215km
Gestern so ein schönes Wetter und heute bewölkt und leichter Regen das ist Norwegen. Ich bekam das Zelt halbwegs trocken zusammen gepackt. Um 9:00 Uhr fuhr ich dann los. In Kristiansund ist um diese Uhrzeit noch kein aktives Geschäftsleben. Ein zwei Fotos gemacht dann fahre ich in Richtung Molde. Nach Kristiansund erstmal 57NOK für einen Tunnel bezahlen und dann weiter bis nach Averby. Von da bis Vervang führt die Straße durch eine atemberaubende Kulisse von kleinen Insel (Schären) rechts und links der Parkbuchten. Viele Wohnmobilefahrer übernachten hier in den Parkbuchten nah bei diesem Ausblick? In Molde werde ich mal schauen ob die Fähre nach Vestnes geht. Ich hatte Glück sie ist da und entlädt gerade die Fahrzeuge. Für 55NOK bin ich Gast für 40 min auf dieser Fähre. Um nach Andalsnes zu kommen schlängelt sich die E 136 an den Romsdalfjord. Jetzt fängt das Hochgebirge wieder an. In irgendeinem Ort am Fjord halte kauf mir mein Mittagessen und genieße die Ruhe und die Natur. Bis Andalsnes ist es nicht mehr weit. Hinter dem Ort sind auch schon die ersten Schilder die zu dem Trollstigen führen. Die Landschaft phänomenal das ich kurzer Hand beschloss mir eine Hütte zu nehmen. Aber Plätze die ich anfuhr, wollten 420-650 NOK für eine Hütte haben das ist zu teuer und die Hütten sind für mich alleine zu groß. Ich fuhr erstmal weiter weil es kommen immer wieder Plätze zum übernachten. Also bin ich erstmal das wichtigste angegangen an diesem Tag den Trollstigen zu befahren. Ein Muss für jeden motorisierte Norwegenurlauber ist es, die berühmteste aller nordischen Bergstraßen den Trollweg hinauf oder hinuntergefahren zu sein. In 11 Schwindel erregenden Haarnadelkurven windet sich die Straße über annähernd 800 Höhenmeter eine fast senkrechte Felswand entlang. Einfach klasse.
Auf dem Weg nach unten kommen auch schon die erste privaten Campingplätze mit Hütten. Bei der ersten halte ich an aber der Besitzer ist nicht aufzufinden. Ein paar Kilometer weiter der 2. Platz der Chef kommt schon angelaufen und für 270 NOK das ist ein guter Preis übernachte ich in einer Hütte diese Nacht. Ich bin ganz froh das es geklappt hat da rufe ich mal Heike an was denn so anliegt. Sie hat mir schon um 14:00Uhr eine SMS geschickt das meine Mutter ins Krankenhaus gekommen ist. Ich werde meinen Urlaub Morgen abbrechen um nach Oslo ca. 400 km zu kommen um am nächsten Tag eine Fähre nach Kiel zu buchen.
Es ist kein gutes Jahr für Urlaub. Zuerst musste ich unsern Marokko stornieren und jetzt der Abbruch von diesem Urlaub.

Der Trollstigen
28.06.11 440 km
Das hat draußen so geregnet das ich davon wach geworden bin. An den Bergen hängen die Wolken und regnen sich aus. Das kann ja eine Fahrt werden. Um 8:00Uhr bin ich Regentechnisch auf dem neuesten Stand. Die Straße verlauf ist noch ganz gut. Kurz vor Geiranger hört die E6 denn auf und ich muss eine Fähre nehmen. Wieder auf dem Festland geht die Straße Serpentinenartig nach oben ich sehe den Geirangerfjord und ein großes Passagierschiff im Fjord das vor Anker liegt. Aber von schönen Fotos keine Spur. Die Straße führt dann durch den Ort Geiranger der mit unzähligen Bussen voll steht um die Passagiere des Schiffes überall hinzu karren. Aus dem Ort heraus steigt die Straßen wieder an so dass man nur mit dem 2. Gang hinter den Wohnmobilen hinter her zuckeln kann. Bald ist das auch geschafft und schon befinde ich mich auf dem Hochplateau die Seen sind hier noch zugefroren. Ach den Regen habe ich ganz vergessen mittlerweile ist meine Funktionsunterwäsche auch schon feucht. Umso tiefer ich komme, wird auch der Regen weniger. Aber bis Oslo musste ich meinen Regenkombi anbehalten. 50km vor Oslo nehme ich mir denn einen Campingplatz um Morgenfrüh nicht mehr soweit fahren zu müssen. Ich hoffe dass ich noch zu einem anständigen Preis eine Überfahrt nach Kiel bekomme.

Auf dem Weg vom Geiranger nach Lom.der See ist noch im Juni zugefroren
29,.06.11 60km
Die Norweger haben mich total zu gestellt mit ihren Wohnwagen von Privatsphäre mit Mindestabstand war hier nicht die Rede. Zumindest haben sie sich bei mir Entschuldigt akzeptiert. Um 8.00 Uhr war alles gepackt und dann konnte es auch schon auf die letzten Kilometer angehen. Bei Oslo ging es auch nicht gerade richtig vorwärts aber nach der Baustelle ging es dann doch zügig weiter. Zum Fährhafen ist es immer gut ausgeschildert egal von welcher Seite man nach Oslo kommt. Dann ab zum Check In Schalter der Color Line für 380€ bin ich dabei das Ticket nehme ich. Ich habe keinen Bock mehr nach knapp 6000 km durch Skandinavien noch mal 1000 km Autobahn hinter mich zu lassen um nur ein paar Euros zu sparen.

Die Color Fantasy läuft in Oslo ein
Fazit meiner Reise:
Skandinavien jeder Zeit wieder aber dann mit einem neuen Reifen. Lappland ob Schweden, oder Finnland für mich ein Traum. Nordkap nein danke für mich war der Eintritt es nicht wert.
Übernachtung: Wenn man nicht die offiziellen Campingplätze anfährt um eine Hütte zu bekommen, kann man oft an der Straße immer gut beschildert (Hütten) eine billige Übernachtung finden.
Was ich nie wieder machen werde ist aber das ist schon im Artikel beschrieben worden, mir einen Reisepartner für meine Tour suchen und zusammen zu fahren.
Meine BMW: keine Problem mit diesem Motorrad ca. ¼ Liter Öl verbraucht auf der gesamten Strecke. Einen Durchschnittsverbrauch von 5Liter/100 km Super.
Norwegen kein billiges Land für schmale Portemonnaies Einkaufen ist teurer Sprit ca. 1,70€.
Ich habe durch meinen Abbruch des Urlaubs den südlichen Teil jetzt noch nicht gesehen das gibt mir einen neuen Anlass das Land nochmal zu besuchen. Gedanklich habe ich schon eine neue Tour im Kopf wo ich das südliche Norwegen mit einbeziehen kann. Mal schauen ob ich es im nächsten Jahr es realisieren kann.

Die REISE ist zu ENDE

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