Wohnmobilreise Schweiz 2000
Nach langen kämpfen mit meiner Frau entschlossen wir uns eine Rundreise durch das Käseland Schweiz zu machen. Ich sollte es nicht bereuen. Unsere Anreise führte von Hannover, Frankfurt nach Speyer wo wir die erste Nacht am Rhein übernachteten. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Fahrt durch den Schwarzwald nach Schaffhausen fort. Direkt am Rheinfall besteht eine Übernachtungs- möglichkeit für Mobile. Preis:15 Sfr. Der Besuch des Rheinfalls stand am nächsten Tag auf unserem Programm. Der Rheinfall von Schaffhausen ist 23m hoch und 150m breit. Nach dem Besuch fuhren wir Richtung Lichtenstein es regnete den ganzen Tag. Die Hauptstadt ist Vaduz. Politisch und Wirtschaftlich ist das kleine Land eng an die Schweiz gebunden. Nach der Besichtigung von Vaduz ging die Fahrt weiter Richtung Oberengadin aber erstmal auf die Karte schauen es gibt 2 Möglichkeiten über den Flüelapaß 2388m oder die Autoverladung. Wir beschlossen mit dem Zug durch den Berg zufahren. Nach 20min erreichten wir den Zielbahnhof. Wo es noch bei der Verladung geregnet hat schien auf der Südseite die Sonne. Die sollte uns über den ganzen Urlaub begleiten. Wir fuhren nach Scoul (Unterengadin) wo wir die Nacht auf dem Campingplatz übernachteten. Nach der Besichtigung des Ortes am nächsten Tag ging es weiter nach St.Moritz (Oberengadin).Das Oberengadin liegt auf 1850m mit vielen Seen und Dreitausender. >>>
Der Rheinfall von Schaffhausen
Die Autoverladung bei Klosters (Flüelapaß)
Campingplatz bei Scoul (Unterengadin)
Am Nachmittag sind wir in St.Moritz angekommen. Hier trifft sich im Winter der Jetset beim Galopprennen und Polo auf dem zugefroren See. Der Blick in die Schaufenster läst erkennen das wir kleine Leute doch für arme Hunde sind. Der Kern von St.Moritz hat uns nicht so gefallen dafür aber die Umgebung die wir gleich zum anlass nehmen einen Naturcampingplatz auf zu- suchen.
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Richtung St. Moritz
Einer von vielen Seen im (Oberengadin)
Die Nächte sind kalt auf 1850 m und der Tag umso schöner. Am nächsten Tag entleeren wir unser Brauchwasser und das Chemieklo dann geht es weiter nach Italien über Chiavenna zum Comer See. Wir fahren am nördlichen Westufer des Comer Sees nach Lugano wieder in die Schweiz. Die Straße Chiavenna- Lugarno ist eng und viel befahren. Öfters mussten wir mit unserem Wohnmobil rückwärts in eine Nische zurücksetzen und beide Außenspiegel einklappen. Wir sind von dieser Strecke so geschafft das wir in Lugano am Lago Maggiore 2 Tage Pause machen.>>>>
Der Naturcampingplatz
Camping am Lago Maggiore

Nach 2 sonnigen Tagen geht es weiter Richtung Norden auf der Autobahn durch den St. Gotthardtunnel. Wir wollten unser Fahrzeug die Steigungen über den Pass nicht nicht zumuten. Unser Ziel ist die Aareschlucht bei Meiringen die wir besichtigen wollen. Die Aareschlucht ist ein 1,5 km langer Canyon und ist von Mai bis Oktober geöffnet. Anschließend fuhren wir über Interlaken nach Grindelwald. Die Abzweigung nach Grindelwald mussten wir zweimal in Angriff nehmen es war schlecht beschildert. Nun hat es geklappt und wir können unsere Fahrt zum Eiger fortsetzen.
In Grindelwald gibt es 3 Campingplätze. Wir nahmen den Platz am Eiger
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Einer von vielen Wasserfällen
in der Aareschlucht >>>>

Blick auf den Eiger
Nach einer kalten Nacht erwartete uns wieder ein sonniger Tag den wir auch gleich nutzen. Wir wollten mit der Zahnradbahn auf das Jungfraujoch fahren. Die Fahrt sollte pro Person 70; DM kosten das war uns zu teuer. Wir beschlossen mit der Seilbahn auf den Männlichen 2380m zufahren. Von da oben hatten wir einen herrlichen Ausblick auf Grindelwald und auf das Jungfraujoch. >>>>
Blick auf das Jungfraujoch
Unten im Tal ist Grindelwald
Ein wunderschöner Tag geht zu Ende wir steigen in unser Wohnmobil und fahren 10km nach Lauterbrunn auf einem Campingplatz. Wasserfälle stürzen 300m tief herab. Am nächsten Morgen geht es wieder weiter zum Thuner See Richtung Kandersteg dort erwartet uns die nächste Autoverladung. Es dauert etwa 15min bis der nächste Zug mit uns durch den Lötschbergtunnel nach Goppenstein fährt.
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Autoverladung Kandersteg
In Goppenstein angekommen geht es weiter nach Visp dann rechts ab nach Zermatt, Die Straße nach Zermatt ist eine Einbahnstrasse sie endet in Täsch wo ein großer Parkplatz ist. Dort muss man in den Zug umsteigen der nach Zermatt fährt. Das Dorf Zermatt ist nicht mit dem Auto zu erreichen. Als wir den Bahnhof von Zermatt verlassen haben begeben wir uns in eine Menschenmasse die nur im Schritttempo vorwärts kommt. Das Dorf ist mit Touristen voll und wir mitten drin. Ich glaube mal 70% Japaner 30% Europäer. Nach einer Stunde haben wir die Nase voll und nehmen den nächsten Zug nach Täsch zurück, lösen den Parkschein und suchen uns einen Platz zum übernachten.
Das Matterhorn
Das Dorf Zermatt
Auch mit der Kutsche kann man Zermatt erkunden
Den wir nach 4km außerhalb von Täsch gefunden haben. Für Wohnmobile nicht so schön weil der Platz ziemlich uneben ist. Da helfen auch keine Ausgleichskeile mehr. Am nächsten Tag ging es wieder Retour nach Visp um den Kühlschrank aufzufüllen. Nach dem Mittagessen führte die Tour Richtung Martigny entlang eines großen Weinanbaugebietes. Ich musste erstmal das Wohnmobil rechts ranfahren Heike wollte Weintrauben klauen. Beim verzerren der Traube entschlossen wir uns die Schweiz heute zu verlassen, da die Maut für das Mobil am nächsten Tag sowieso ausläuft. Die weitere Route führte über Martigny nach Bern und dann nach Basel. 1 1/2 Wochen sind einfach zu kurz um ein ganzes Land wie die Schweiz zu erkunden.
Wir kommen Spätabends in Speyer an und sind todmüde wir hauen uns gleich aufs Ohr. Am nächsten Tag gehen wir noch ein bisschen bummeln um wieder mit vollem Elan unsere Tour nach Holland vorzunehmen um unsere Bekannten über das Wochenende zu besuchen.

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